Unser Berufskolleg hat als Bestätigung der jahrelangen erfolgreichen Tätigkeit auf dem Feld der europäischen Mobilität das „Leonardo da Vinci Mobilitäts-Zertifikat 2009 – 2012“ erhalten.
Das geförderte Projekt aus den Bildungsbereichen Informationstechnik und Elektrotechnik wird zudem aufgrund seiner hohen Qualität vom Bundesministerium für Bildung und Forschung als Leo + Projekt kofinanziert.
Tätigkeiten, die zur Vergabe des Zertifikates geführt haben
Unsere bisherigen Projekte hatten, neben der Erfahrung, wie umfassend die von uns begleiteten Mobilitätsmaßnahmen zu einer positiven Entwicklung der jungen Menschen, für die wir im Rahmen ihrer Ausbildung verantwortlich sind, beigetragen haben auch das Ziel, die Attraktivität und Qualität unseres Bildungsangebotes zu erhöhen.
Aus diesem Grund führen wir seit Beginn unserer Aktivitäten parallel zu allen Mobilitätsmaßnahmen im Bereich der beruflichen Erstausbildung auch Mobilitätsmaßnahmen im Bereich der beruflichen Aus- und Weiterbildung durch. Lehrkräfte unserer Schule und Personalverantwortliche aus beteiligten regionalen Unternehmen lernen gemeinsam das europäische Bildungssystem kennen.
Die Bildungsgänge, die an den Mobilitätsmaßnahmen teilgenommen haben, haben sich enorm weiterentwickelt. Lehrkräfte, die in den Bildungsgängen unterrichten, standen den Mobilitätsmaßnahmen zunächst skeptisch gegenüber, da hier eine weitere Mehrbelastung durch außerunterrichtliche Aktivitäten erwartet wurde. Durch die konkrete Durchführung der Maßnahmen hat sich diese Erwartung jedoch nicht bestätigt.
In den Bildungsgängen wurde, initiiert durch die Mobilitätsmaßnahmen im Bereich der beruflichen Erstausbildung, eine umfassende Akzeptanz für die Notwendigkeit, sich auch in der Berufsbildung mit europäischen Inhalten zu beschäftigten, geschaffen.
Um dieses Ziel zu erreichen, haben wir eine Ablauf- und Aufbau-organisationsstruktur entwickelt. Neben dem EU-Koordinator und der stellvertretenden EU-Koordinatorin sind Stellen für Bildungsgangs-koordinatoren für EU-Angelegenheiten geschaffen worden. Zusammen mit den Bildungsgangsleitern und der Schulleitung sind Aufgaben und Verantwortlichkeiten zugewiesen worden, die den Ablauf des Prozesses Mobilität in seinen einzelnen Phasen (Antragsstellung, Reisevorbereitung, Ausreise, Durchführung, Rückkehr) genau beschreiben und dokumentieren.
Im Zusammenhang mit flankierenden Maßnahmen seitens der Schulleitung sind Strukturen entstanden, in denen sich die einzelnen Bildungsgänge heute wie selbstverständlich mit europäischen Inhalten beschäftigen. In den beteiligten Bildungsbereichen sind Erfahrungen aus den Auslandsaufenthalten Bestandteil der didaktischen Jahresplanung. Die Vorbereitung und Auswertung der Mobilitätserfahrungen sind im Curriculum laut Beschluss der Bildungsgangskonferenzen vorgesehen und werden in den Unterrichtsfächern integrativ umgesetzt.
Die Schule hat insgesamt von den durchgeführten Maßnahmen profitiert. Europa ist ein großes Thema innerhalb der gesamten Schule. Besucher unserer Schule erkennen beim Betreten des Eingangsbereiches sofort, dass sich die Schule mit europäischen Inhalten beschäftigt und identifiziert. Wir haben durch die aufwendige gestalterische Aufbereitung und Darstellung der Maßnahmen, die wir durchgeführt haben, und der Beschreibung der Partner, mit denen wir kooperieren, auf der einen Seite nicht nur das Bewusstsein der gesamten Schule Richtung Europa gelenkt, sondern auch Werbung für die Maßnahmen selber gemacht.
Die aus den Mobilitätsmaßnahmen gewonnen Kontakte sollen in den kommenden Jahren vor allem im Bereich eines neuen Bildungsganges (Gebäudesystemtechniker) gebündelt werden. Hier soll es zur Umsetzung der Erfahrungen kommen, die wir durch die Mobilitätsmaßnahmen im Bereich der Fachkräfte für die berufliche Aus- und Weiterbildung (VETPRO) gesammelt haben.
Vor dem Hintergrund der zahlreichen Europaaktivitäten des Rhein-Erft-Kreises und der europäischen Ausrichtung der beteiligten Energieversorgungsunternehmen (z.B. RWE), werden Foren geschaffen, die dem fachlichen europaweiten Austausch über diese Techniken garantieren. Da an diesen Projekten alle Bildungsgänge beteiligt sind, wird den Schülern, Auszubildenden und Lehrkräften die Notwendigkeit einer international ausgerichteten Ausbildung auch in Zukunft deutlich werden.