Adolf Kolping Berufskolleg

Projektorientierte Partnerschaften

BGH baut Holzhaus in Polen

In einem 4-wöchigen transnationalen Austauschprogramm mit Polen, finanziert und organisiert durch die Otto Benecke Stiftung e.V. absolvieren die Schüler unseres Berufsgrundschuljahres Holztechnik ein Praktikum im Berufsfeld Schreinerei/Zimmerei vom 19.04. bis zum 17.05.2012

In Vorbereitungskursen haben sich die Teilnehmer zunächst an unserer Schule in einem Sprachkurs mit Redewendungen und Grundelementen der polnischen Sprache vertraut gemacht und Informationen über Land und Leute erarbeitet.

Zu Beginn des Praktikums dann nehmen sie in der ersten Woche in Wisla (der Heimat des berühmten Skispringers Adam Malysz) an einem Sozialtraining teil. Ein attraktives Freizeitprogramm, u.a. mit Bergwandern, Klettern im Hochseil-Klettergarten und in einer echten Felswand, Touren mit Mountainbikes und in Kanus ergänzen den Aufenthalt.

In den nun folgenden 3 Wochen arbeiten sie in Suchy Bor bei Oppeln unter Anleitung eines polnischen Schreinermeisters und dessen Gesellen am Bau einer großen Grillhütte in einem Freizeitgelände der Gemeinde Chrzastowice (dt. Chronstau). Die Gruppe führt dabei von Grund auf, also von der Bearbeitung des rohen Holzes über die Konstruktion des Tragwerkes bis zur Fertigstellung des Daches alle Arbeiten aus. Das Highlight wird sicher das Fest zur Einweihung des Bauwerkes am 16.Mai.

Bereichsleiter Michael Schröder sowie die Lehrer(innen) Jutta Sillmanns und Thomas Jans begleiten abwechselnd die Schüler während der ersten drei Wochen. Während des gesamten Programms werden die Schüler durch Sozialpädagogen unterstützt. Nach ihrer Rückkehr schließen sich weitere berufsbezogene Trainings, u.a. ein Bewerbungstraining an.

Qualifizierung von VETPRO´s im Bereich der erneuerbaren Energien

Auf der Grundlage des von unserer Schule initiierten Informationsmeetings zum Thema "Transfer von Innovationen im Bereich der Gebäudesystemtechnik" führen wir zurzeit ein Leonardo da Vinci Mobilitätsprojekt (VETPRO) durch. Mit diesem Projekt möchten wir zur Kompetenzentwicklung und Qualifizierung von Lehrkräften und weiteren Bildungsexperten (Schulleitung, Bildungsverantwortliche der Bezirksregierung Köln) auf dem Gebiet der Energieeffizienz beitragen.

Auf dem Schulgelände des AKBK wird deshalb ab Frühjahr 2010 ein Energiekompetenzzentrum (Centre of Excellence) gebaut werden. Dieses Energiekompetenzzentrum wird umfassende Informations-, Schulungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten zu den Themengebieten regenerative Energien und Energieeffizienz bieten. Das didaktische Konzept des Energiekompetenzzentrums wird in Zusammenarbeit mit der FH Aachen entwickelt. Zu den Nutzergruppen zählen, neben den Auszubildenden und Schülern des AKBK und der interessierten Öffentlichkeit, das lokale Handwerk, die Verbraucherberatung und im Rahmen einer weiteren angestrebten Kooperation auch Studenten der Fachhochschule Aachen.

Parallel zum Bau des Energiekompetenzzentrums erfolgt die Einführung des neuen Bildungsgangs Techniker/in für Gebäudesystemtechnik (GST). Der Bildungsgang GST ist ein Querschnittsbildungsgang, in dem Kompetenzen aus den Berufsfeldern Elektrotechnik, Versorgungstechnik, Informationstechnik und Bautechnik vermittelt werden. Im Mittelpunkt stehen dabei energieeffiziente Gebäudesysteme, die regenerative Energien sowie Technologien zur Energieeinsparung nutzen. Der Bildungsgang GST startete zum Schuljahresbeginn 2010/11. Das Energiekompetenzzentrum ist primärer Ausbildungs- und Schulungsort.

Die Experten, die in dem Bildungsgang GST arbeiten werden, befinden sich zurzeit in einer intensiven Qualifizierungsphase.

Durch vielfältige in den letzten Jahren durchgeführte Projekte im Bereich Leonardo da Vinci, kennen wir die Berufsbildungssituation und das Berufsbildungssystem unserer Projektpartner. In dem Wissen, dass Experten im Bereich der Energieeffizienz ganzheitlich und vernetzt arbeiten müssen und der Tatsache, dass unsere Projektpartner in Teildisziplinen der Energieeffizienz Kompetenzvorsprünge haben, möchten wir auf der einen Seite unser Bildungspersonal weiterentwickeln und die sich hieraus ergebenden Qualifizierungseffekte für die weitere Entwicklung unserer Organisationsstruktur (hier: didaktische und organisatorischen Planung des Bildungsgangs GST sowie die Ausstattung des Energiekompetenzzentrums) nutzen.

Weiterhin sollen gemeinsam mit unseren Projektpartnern modulare Lerneinheiten aus dem Bereich der Energieeffizienz erarbeitet werden. Dies soll den neuen Bildungsgang GST von Beginn an auf eine EQF und ECVET-Orientierung ausrichten.

Unsere Partner haben ebenfalls ein großes Interesse an der Durchführung dieses Projektes, da Energieeffizienz auch in diesen Ländern aktuell in der Bildungslandschaft diskutiert wird und die EQF- und ECVET-Orientierung ebenfalls Thema ist. 

Das Projekt soll allen beteiligten Lehrern und Bildungsexperten des Bildungsgangs GST sowie unseren Partnern Gelegenheit geben, ihre Kompetenzen auf dem Gebiet der Energieeffizienz auszubauen, gemeinsam aus den Erfahrungen beim Aufbau des neuen Bildungsgangs GST und der Nutzung des Energiekompetenzzentrums zu lernen und sich durch Auslandserfahrung weiter zu qualifizieren.

Projektziele

  • Identifikation nationaler Qualifikationen der Gebäudesystemtechnik (z. B. aus dem Bereich der Planung, der Inbetriebnahme und der Wartung von Blockheizkraftwerken, der Solarthermie, der Fotovoltaik, energetischen Gebäudesanierung, Energiemanagement u. a.),
  • Beschreibung der beruflichen Arbeitsprozesse,
  • Definition von kompetenzorientierten Prüfungsarrangements,
  • Zuordnung zu nationalen Standards und zum EQF,
  • Diskurs über die Vergabe von Credits,
  • Einsatz eines Evaluationsinstruments.

Kooperation mit dem Robert-Schumann-Institut in Eupen (Belgien)

Am 19.11.2010 besuchte eine Delegation des Adolf-Kolping-Berufskollegs das RSI Eupen und unterzeichnete dort eine Kooperationsvereinbarung. Zwischen dem Bildungsangebot des RSI Eupen und dem Adolf-Kolping-Berufskolleg ergeben sich vielfältige Schnittmengen für eine Kooperation. So sind u. a. Austauschmaßnahmen nach Tandemprinzip im Dualen System intendiert als auch die Durchführung von Europaworkshops mit Abiturklassen des gymnasialen Zweiges beider Schulen.

Am 16.11.2010 fand bereits ein erstes Zusammentreffen von Schülern zur Durchführung eines Europaworkshops im Fernsehstudio des Adolf-Kolping-Berufskollegs statt.

Informationstreffen zum Innovationstransferprojekt

Am 27. Oktober 2009 fand am Adolf-Kolping-Berufskolleg ein Informationstreffen zum Themenkomplex "Transfer von Innovationen im Bereich der Gebäudesystemtechnik" statt (siehe Bildergalerie oben). In Kooperation mit der EU-Geschäftsstelle der Bezirksregierung Köln wurden Möglichkeiten einer internationalen Zusammenarbeit im Rahmen des Europäischen Programms Leonardo da Vinci – Innovationstransferprojekte diskutiert. Zielsetzung waren Absprachen hinsichtlich der kompetenzorientierten Qualifikationen, die sich auf die Umsetzung von innovativen Technologien und Verfahren zur Ressourcenschonung, der Energieeffizienz und des Energiemanagements beziehen.

Als Partner aus dem Ausland waren Schulleiter und Projektverantwortliche unserer Partnerschulen aus Finnland und Spanien anwesend. In intensiven Gesprächen wurden Schnittmengen gesucht und gefunden, die eine outcome-orientierte Zusammenarbeit im Rahmen des Europäischen Qualifikationsrahmens (EQF) und des Europäischen Kreditpunktesystems (ECVET) ermöglichen sollen.

Auf Grundlage der Ergebnisse des Informationstreffens werden das Adolf-Kolping-Berufskolleg und die EU-Geschäftsstelle der Bezirksregierung Köln den eingeschlagenen Weg forcieren, um in den kommenden Jahren einen echten Beitrag zur Harmonisierung der Europäischen Bildungssysteme zu leisten.

Die Einbindung einer Kooperation mit dem Robert-Schumann-Institut in Eupen im Bereich des Innovationstransfers bei erneuerbaren Energien ist mittelfristig geplant.